Regeln

Kann das Ergebnis eines Detektors ein Beweis sein?

Nein. Das Ergebnis eines Detektors ist ein Indiz, kein Beweis. Es kann eigenen Stil nicht von maschinellem unterscheiden und irrt in beide Richtungen. In Schule und Redaktion lässt sich damit ein Gespräch beginnen, eine Sanktion darauf aber nicht aufbauen.

Warum es als Beweis nicht standhält

Ein Detektor arbeitet mit Wahrscheinlichkeit und hat keinen Zugang dazu, was beim Schreiben geschah. Falsch positive wie falsch negative Ergebnisse sind bei allen Werkzeugen üblich.

Die Zahl lässt sich zudem mit einem anderen Werkzeug nicht reproduzieren — und was sich nicht unabhängig überprüfen lässt, trägt die Rolle eines Beweises kaum.

Was stattdessen standhält

Die Versionsgeschichte des Dokuments, Notizen und Quellen sowie die Fähigkeit der Person, über den Inhalt zu sprechen und Entscheidungen im Text zu begründen.

Kontrollfragen zum Inhalt der Arbeit sind in der Praxis das stärkste Mittel. Wer den Text geschrieben hat, antwortet ohne Vorbereitung.

Wie man dieses Gespräch führt

Beginnen Sie nicht mit einer Zahl. Beginnen Sie mit dem Text — mit einer konkreten Stelle und einer konkreten Frage dazu.

Lassen Sie Raum für eine Antwort. Ein Teil des Verdachts löst sich auf, sobald erklärt wird, woher die Stelle stammt.

Häufige Fragen

Darf ich Studierende aufgrund einer Erkennung durchfallen lassen?

Nicht aufgrund der Zahl allein. Die Entscheidung muss auf dem Inhalt der Arbeit und auf dem Gespräch beruhen, nicht auf der Ausgabe eines Werkzeugs.

Wozu dient die Erkennung, wenn sie kein Beweis ist?

Sie zeigt, wo man genauer hinsehen sollte. Bei dreißig Arbeiten spart das Stunden.

Sollte eine Schule ankündigen, dass sie Erkennung einsetzt?

Ja. Eine im Voraus klar formulierte Regel löst die meisten Streitfälle, die sonst entstehen würden.

Probieren Sie es an Ihrem eigenen Text

Text einfügen oder Datei hochladen und den Score sowie die konkreten Sätze ansehen, die verdächtig ausgefallen sind.

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